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Die gesamte „Klee-Halle“ der Kunstsammlung NRW (K20) ist mit 13.719 Schuldenscheinen bedeckt. Das ist die Anzahl der Gläubiger, die eine angebliche Steuerschuld von Ai Weiwei in 2013 ausgeglichen haben.
An den Wänden hängen die Chinesischen Sternzeichen, Ensembles aus Legosteinen. Eine gröbere Version als Ministeck ...
Interessant ist nicht nur die Farbgebung à la Warhol, sondern die Hintergründe ...
Aber das ist nicht der Blickfang: Sondern der Bodenbelag mit über 650 qm Fläche.
In dem nicht eingezäunten Rechteck liegen mit einer Schichtdicke von ca. 10 cm 60.000.000 Sonnenblumenkerne.
Es wäre nicht Ai Weiwei, wenn das Lebensmitel wären, sondern es sind handbemalte Porzellan Repliken.
60 Millionen. Man sagt, Mao hat 110 Millionen Menschen auf dem Gewissen ...
Diese Installation wie ein Zengarten entrückt sich dem Faßbaren:
- Wie bekommt man diese Menge aufgeschüttet?
- Mit diesem Winkel?
- Völlig plan gezogen und an den Rändern schnurgerade?
- Und danach, wo wird das gelagert?
Bei dem Erdbeben 2008 in der Provinz Szechuan sind ca. 5000 Kinder in eingestürzten Schulen ums Leben gekommen. Ai Weiwei hat sich den Bauschutt der Schulen besorgt und die Armierungseisen vom Beton trennen und gerade (engl. Straight) biegen lassen ...
Die aufgereihten Kisten vermitteln nicht umsonst den Eindruck von Särgen. Eine grobe Zusammenrechnung der mit Gewichtsangaben versehenen Kisten ergibt über 160 Tonnen Armierungsstahl.
Dass der Boden der „Grabbe Halle“ = Decke des Parkhauses des K20 das mitmacht ...
Der eigentliche Star der Installationen ist das K20. Danke.
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